Archiv für «Client»

Botschaft zur formellen Bereinigung des Bundesrechts 

In seiner Botschaft, welche die Sicherstellung der Gesetzgebungsqualität zum Gegenstand hat, schreibt der Schweizer Bundesrat auf Seite 6143: Übersetzen heisst nicht, die Wörter eines in einer bestimmten Sprache geschriebenen Textes durch Wörter einer anderen Sprache ersetzen. Es heisst vielmehr, gegebene Sachverhalte in einer anderen Struktur neu denken (réécrire). Dieser Prozess kommt einem Lackmustest gleich, denn überall dort, wo der Ausgangstext nicht klar formuliert ist, gerät der Übersetzer oder die Übersetzerin in Entscheidungsschwierigkeiten.

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A Cynic’s Guide to “Winning” at Machine Translation 

In einem mit Google’s Neural Machine Translation System: Bridging the Gap between Human and Machine Translation betitelten Artikel gab Google bekannt, mit dem neuen, neuronalen Übersetzungssystem habe das Google Brain Team die Fehlerquote um durchschnittlich 60 % senken können. Wieso solche Behauptungen, die nicht ganz frei von Hintergedanken, sehr wohl aber im eigenen wohlverstandenen Geschäftsinteresse sind und mit auf den ersten Blick eindrücklich scheinenden Statistiken und trendigen Modewörtern untermauert werden, mit Vorsicht zu geniessen sind, führt Arle Lommel von Common Sense Advisory in seinem Beitrag A Cynic’s Guide to “Winning” at Machine Translation aus.

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Was ist eine gute Übersetzung?

Zitat aus dem lesenswerten Artikel Defining «good» translation proves controversial: Experts say fuss over «Vegetarian» shows craft misunderstood, der in der Korea JoongAng Daily erschien: People often forget that translation itself is writing. [Thus] translations aren’t just an assemblage of linguistic codes. Literary works are the zenith of distinctive language, and they capture reality in a most subjective and creative way. As the original novel was a literary work, so must its translation become.

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Globally Speaking Radio: How Localization Skyrockets Growth 

Unternehmen, die Ihre Produkte und Dienstleistungen nicht nur in der Sprache Ihres Heimmarktes anbieten – also Websites, Werbekampagnen, Programme, Handbücher usw. übersetzen und lokalisieren lassen – erweitern den Kreis der potenziellen Kunden und geben ihren (künftigen) Kunden zu verstehen, dass sie sie ernst nehmen. Mit anderen Worten, Übersetzungen und Lokalisierungen (wenn sie durch Profis und nach Möglichkeit durch langjährige Partner erstellt werden) sollten nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition betrachtet werden.

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Small Is Beautiful

Ist es schlecht, wenn ein grosser Auftraggeber Übersetzungen dezentral und an viele Freelancer vergibt, statt zentral und an eine oder zwei grosse Agenturen? In seinem Beitrag Swiss Federal Government: External Translation Spend Jumps 71% in Four Years hält Florian Faes fest, dass die Ausgaben für Übersetzungsaufträge, welche die schweizerische Bundesverwaltung extern vergibt, in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Der Autor berichtet zudem, dass diese externen Aufträge vor allem an freiberuflich tätige Übersetzerinnen und Übersetzer gingen, was er unter anderem auf den Umstand zurückführt, dass die Beschaffung der externen Übersetzungen dezentral (jede Dienststelle kauft für sich ein) geschieht.

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