Kurze Reaktion auf zwei Artikel im letzten Mitteilungsblatt von UNIVERSITAS

In meinem Eintrag vom 9. März 2017 zitiere ich ein Positionspapier der International Federation of Translators (FIT):

Professional translators must therefore redouble their efforts to make it clear that they are service providers and counter the commoditisation of their world. Among other things, this means they should seek to charge for their services on an hourly or project basis and not per word, line or page translated.

Inzwischen stellte sich heraus, dass ich nicht aus dem neusten Positionspapier zitiert habe und dass die neue Stellungnahme der FIT differenzierter ist.

Professional translators must therefore redouble their efforts to make it clear that they are service providers and counter the commoditisation of their world. Among other things, this may include contemplating fee structures other than those per word, line or page translated, such as charging on an hourly or project basis for their services, as is the case in many other professions.

Ich danke Vera Ribarich für diesen wichtigen Hinweis (siehe Beitrag «Mit Maß zum Ziel» im Mitteilungsblatt 2|2017 des Berufsverbands UNIVERSITAS Austria).

Unabhängig davon verfolgte ich mit meinem Eintrag vom 9. März 2017 keineswegs das Ziel, die Abrechnung von Übersetzungen im Stundenhonorar als Allheilmittel oder als den einzig richtigen Abrechnungsmodus zu preisen. Ich denke aber nach wie vor, dass viele Argumente für eine Abrechnung nach Zeitaufwand sprechen und dass diese Methode öfters als bis anhin zur Anwendung gelangen sollte.

Neben dem Beitrag von Vera Ribarich möchte ich auch den Beitrag «Mögen Sie eher Fisch oder Fleisch? Ich persönlich? BEIDES!» von Thomas Musyl im selben Mitteilungsblatt zur Lektüre empfehlen. Besonders die Idee, dank dem Führen von Statistiken einfach und ohne Einkommenseinbusse von einem Abrechnungsmodus zum anderen wechseln zu können, finde ich erwähnenswert.